Ghana

Ghana will bis 2030 den Zugang zur Berufsbildung und die Qualität des Bildungsangebots weiter verbessern sowie eine starke Governance und eine nachhaltige Finanzierung des Teilsektors Berufsbildung erreichen.

Das Gesamtziel des Bildungssektors besteht darin, auf allen schulischen Ebenen qualitativ hochwertige Bildungsdienstleistungen mit Schwerpunkt auf Wissenschaft, Information, Kommunikation und Technologie zu erbringen, um die Lernenden mit den Fähigkeiten, Kompetenzen und dem Bewusstsein für den Eintritt in das Berufsleben oder die weitere Ausbildung auszustatten.

Mit dieser Bildungsstrategie verfolgt Ghana den Ansatz eines dynamischen Bildungssektors, der alle Ghanaer*innen auf die sozioökonomische Entwicklung vorbereitet und letztlich die Anpassung der ghanaischen Bildungsprioritäten an die sich verändernde globale Entwicklungsagenda (SDG) gewährleistet.

2015 setzte der ghanaische Bildungsminister eine sektorale Taskforce ein, um eine überarbeitete Bildungsstrategie 2018-2030 zu entwickeln. Als Basis wurde der gesamte Bildungssektor im aktuellen makroökonomischen Kontext bewertet und Beiträge nationaler und internationaler Interessengruppen einbezogen.

In der Sektoranalyse wurde festgestellt, dass die Berufsbildung trotz verbessertem Zugang zu den Bildungsinstitutionen unter einem allgemein niedrigen Stellenwert leidet und von jungen Ghanaer*innen selten als erste Priorität für die Ausbildung berücksichtigt wird. Gründe dafür sind unter anderem der begrenzte Umfang des Bildungsangebots und veraltete Technologien sowie der oft schlechte bauliche und infrastrukturelle Zustand der Ausbildungseinrichtungen. Zudem besteht ein Missverhältnis zwischen den in Berufsbildungseinrichtungen angebotenen Fertigkeiten und der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt. Auch sind die Investitionen und das Engagement der Industrie in diesem Sektor ungenügend. Die technische Berufsbildung leidet letztlich auch unter mangelnder Harmonisierung und Koordination unter den beteiligten (15) Regierungsinstitutionen, sie erhält weniger als 3% der gesamten Bildungsausgaben.